Dienstag, 03. Februar 2015

Recycling-Stoffe und Materialmix

Technische Stoffe und aufwändige Details mit grünem Gewissen

Casual Look mit High Performance bestimmt die Snowboardmode 2015/16. Dabei glänzen die schönen Stoffe mit besten Eigenschaften für Bewegung in Kälte und Schnee. Dabei sind sie nicht nur extrem funktionell. Immer häufiger achten Hersteller auf umweltverträgliche Materialien und Verarbeitungstechniken. Neben Recyclingprodukten spielt Wolle eine ganz große Rolle und wandert von den unteren zunehmend auch in die äußeren Bekleidungsschichten.

Materialmix und Liebe zum Detail ist angesagt. Nicht nur als optischer Hingucker werden unterschiedliche Textilien gemischt. Durch geschickte Kombination erhalten Kleidungsstücke auch optimale Eigenschaften. Da werden etwa Daune und Fleece, Kanvas und Cord, Schurwoll-Gabardine und Cordura gemixt, um Jacken, Hosen und Accessoires zu schneidern. Metall-Optik, Nieten und kuschlige Pelze sind vor allem bei den Frauen-Linien angesagt, die zwar feminin aber nicht kitschig daherkommen.

Recycling spielt auch bei der Herstellung technisch hochwertiger Snowboardmode eine große Rolle. Bierdosen, Fischernetze und wiederverwertetes EPS aus der Automobilindustrie sind nur einige der Produkte, die zu Stoffen veredelt werden. Dazu kommen reine Naturmaterialien, wobei nicht nur Klassiker wie Schurwolle verwebt werden. Die Hersteller werden immer experimentierfreudiger. So wird etwa das aus Mais gewonnene PLA (Polymilchsäure) zum stoßsicheren Außenmaterial für Helme.

Performance ist bei der Snowboardmode wichtiger, als je zuvor. Das beginnt bei der Auswahl der Materialien. Stretchstoffe, im Idealfall Zwei-Wege-Stretch, verleihen der Kleidung nicht nur ein angenehmes Tragegefühl. Gerade bei Freestyle-Skifahrern müssen Jacken und Hosen auch extreme Sprünge und Tricks mitmachen. Jacken werden länger, um den Rücken auch im Tiefschnee oder beim Backflip zu bedecken. Wo es geht, werden Nähte eingespart, um möglichst wenig Angriffsfläche für das Eindringen von Feuchtigkeit zu geben. Mit klug eingesetztem Bodymapping bekommt jeder Körperteil sein optimales Material, was besonders an exponierten oder beanspruchten Partien wie Knie oder Schultern für eine deutliche Verbesserung der Kleidungsstücke sorgt. Und inzwischen ist die Entwicklung so weit, dass Funktion nicht zwangsläufig mit Gewicht einhergeht. Hosen und Jacken werden immer leichter und damit deutlich angenehmer zu tragen.

Freerider-Chic und Casual Look bestimmen die Optik. Die Stoffe sind weich und sind mit angenehmer Haptik ansprechend. Die Farben reichen dabei von erdig, zu unauffälligem Camouflage und dezenter Rauchoptik. Plakative Farben werden mit dezenten kombiniert, wie z. B. Orange, Pink und Anthrazit als Kontraste zu Schwarz.

Merinowolle für Drunter ist nicht mehr nur ein Nischenprodukt. Die hochwertige Schafwolle mit ihren hervorragenden Eigenschaften der geruchsneutralen Wärme- und Feuchtigkeitsregulierung, entdecken immer mehr Hersteller für sich. Und die feine Woll-Wäsche ist längst nicht mehr nur weiß. Bunte Farben und fröhliche Muster sorgen dafür, dass man die Base-Layer auf der Hütte durchaus auch ohne etwas drüber tragen kann. Von minimalistischen Aufdrucken reicht das Angebot bis zu auffälligen All-Over-Prints.

Zunehmend wandert Merinowolle aber auch nach außen. Verwebt zu strapazierfähigem Gabardine, das an der einen oder anderen Stelle noch gezielt verstärkt wird, sind auch Hosen und Jacken salonfähig geworden.

Handschuh, Helm & Co machen das Outfit perfekt. Gerade bei Snowboardern hat sich der Schutz für drunter etabliert. Die neue Protektoren-Generation glänzt mit angenehmen Tragekomfort zum Sicherheitsaspekt. Eine Alternative für drüber bieten Rucksäcke mit integriertem Rückenschutz. Neue Technologien ermöglichen eine Kombination aus guter Luftzirkulation beim Aufstieg und sicherem Schutz bei der Abfahrt. Lawinenrucksäcke verlieren an Gewicht und sind damit deutlich angenehmer zu tragen.

Der vor einigen Jahren erstmals auf dem Markt erschienene, anpassungsfähige Helm findet Nachahmer. Kombinierbar mit randlosen Goggles für noch mehr Durchblick. Handschuhhersteller arbeiten verstärkt mit abriebfesten Materialien an strapazierten Stellen. Für mehr Beweglichkeit der Finger sorgen anatomischer Schnitte und eine neue, zeltartige Schnittführung.

Weitere Infos rund um die Materialtrends im Snowboardsport gibt es auf der ISPO MUNICH vom 5. – 8. Februar 2015 oder unter munich.ispo.com

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Communications Manager

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Communications Coordinator

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