Dienstag, 03. Februar 2015

Auf geteilten Brettern zu doppeltem Vergnügen

Splitboards weiter stark, Freeride und Backcountry bestimmen den Markt

Der starke Trend zu Freeriden und Backcountry hält an. So konzentriert sich die Produktpalette der Hersteller immer weiter auf Material, mit dem Snowboarder abseits präparierter Pisten optimal unterwegs sind. Wer nicht ins Gelände geht, tummelt sich vornehmlich in Park und Pipe. Die Bretter dafür werden immer leichter, ohne dass die Fahrer dadurch Abstriche bei Dämpfung und Stabilität in Kauf nehmen müssten. Bei allen Varianten ist die Optik klar. Schöne, überwiegend ruhige Oberflächen bestimmen das Bild. Daneben gibt es aufwändige Fotoprints von tapsigen Katzenbabys über Palmenstrände bis zu schneeprallen Wolkenformationen.

Splitboards sind auch in der kommenden Saison das Thema im Snowboarden. Nachdem die teilbaren Bretter vor einigen Jahren mit dem großen Trend zu Backcountry-Touren wieder verstärkt in den Fokus der Hersteller gerückt sind, hält das Interesse am praktischen Brett für Abseitstouren ungebremst an. Waren sie in den Anfangsjahren die Spezialität meist kleiner Manufakturen, gibt es mittlerweile kaum eine Marke, die kein Splitboard im Angebot hätte. Dabei wird nicht nur die Palette generell größer. Auch die Vielfalt von Modellen nimmt zu. Hier profitieren wiederum die langjährigen Splitboard-Anbieter von ihrer Erfahrung mit den hohen technischen Anforderungen an Material und Technik.

Neu sind Twin-Splits, Splitboards mit identisch geformter Nose und Tail. Auf ihnen wird die Bindung mittig positioniert statt zum Brettende versetzt, wie normalerweise bei Freerideboards üblich, um den nötigen Auftrieb im Tiefschnee zu erleichtern. Vorreiter bei dieser Neuerung ist Prior. Zielgruppe sind Snowboarder, die nicht nur eine neue Spur im Pulver suchen, sondern dabei auch gerne springen und tricksen.

Wo es geht, wird am Gewicht gespart. Insbesondere leichte Karbonkonstruktionen helfen dabei beim abspecken. Mit dem ‚‚Milligramm‘‘ von Amplid kommt dabei das absolute Leichtgewicht aus Oberbayern. Es bringt etwa ein halbes Kilo weniger auf die Waage, als die Bretter der Mitbewerber. Von Amplid kommt auch der perfekte Stock für Tourengeher. Der ‚‚Carbon Quad‘‘ lässt sich im Gegensatz zu herkömmlichen Teleskopstöcken in vier Segmente teilen und hat damit bei der Abfahrt auch in einem kleineren Rucksack komplett Platz. Darüber hinaus glänzt er mit dem derzeit geringsten Gewicht auf dem Markt.

Teilen oder nicht? Wer sich nicht entscheiden kann (oder mag) und sich stattdessen alle Möglichkeiten offen hält, der hat mit dem ‚‚Solitude‘‘ von Flow das richtige Brett. Dieses Freeride-/Allmountain-Board lässt sich sowohl als Splitboard nutzen, als auch zum normalen Gebrauch auf und neben der Piste.

Leichtigkeit ist besonders bei den Freeride-Brettern ein Thema. Gerade wer sein Board beim Aufstieg auf dem Rucksack trägt, ist froh um jedes Gramm Gewichtersparnis. Mit Basaltfasern aus Lavagestein greift Goodboards auf einen wenig energieintensiv zu nutzenden und leichten Rohstoff zurück. Im Vergleich zu Glasfasern glänzt Basalt mit extrem guten mechanischen Eigenschaften wie hervorragender Dämpfung und geringem Gewicht.

Spezialitäten machen Snowboarden auch unter besonderen Voraussetzungen zum uneingeschränkten Vergnügen. So gibt es etwa mit dem ‚‚XXWide‘‘ von Goodboards ein Brett mit Allmountainshape, das durch seine extrabreite Mitte auch Boardern auf großem Fuß (Schuhgröße 47 - 51) genug Platz bietet. Amplid macht beim Twin Tip ‚‚True Pillow‘‘ Fläche für den notwendigen Auftrieb im Gelände, indem es an der Länge spart aber in die Breite geht. Nach wie vor aktuell sind Schwalbenschwänze, wie etwa beim ‚‚Darwin‘‘ von Flow, die ihren Trumpf im Tiefschnee nach wie vor ausspielen.

Optisch werden Snowboards in der Saison 2015/16 ruhiger, als in den Vorjahren. Es gibt viel schwarz und Erdtöne auf hochwertigen Oberflächen. Color-Blocking und Pop-Colours haben weitgehend ausgedient. Wo Farbe im Spiel ist, ist sie eher dezent verteilt. Schmale Borten oder grafische Muster sind Eyecatcher. Naturfotos, wie die Aufnahmen der Team-Fotografen von Nitro oder auf einigen Rossignol-Boards spielen nicht nur mit Wintermotiven, sondern holen wahlweise auch den Palmenstrand in den Schnee. Für hungriges Magenknurren bei den anderen dürfte der Highback mit einem saftigem Burger auf dem einen und knusprigen Pommes auf dem anderen Fuß sorgen. Die ‚‚Artist Edition‘‘ von Nitro bringt damit Design auf die Bindung.

Bindungen und Boots werden immer ausgefeilter. Superleichte, effektive Dämpfungssysteme schonen die Gelenke auch bei extremer Belastung. Kabelkonstruktionen in Ratschen und Straps sind mittlerweile so ausgereift, dass man im Idealfall nur einmal sein System optimal einstellt. Schnellverschlüsse sind an der Tagesordnung, die Vorlageneinstellung ohne Werkzeug ist angenehm.

Auch Stiefel bauen immer ausschließlicher auf Beosysteme mit Kabeln, die an Rädchen justiert werden. Sohlen aus dem Bergstiefelbereich sorgen einerseits für sicheren Halt auch auf vereisten Halfpipe-Copings, haben dabei aber ein so flaches Profil, dass man beim Einkehrschwung nicht gleich eine Matschspur zieht.

Weitere Infos rund um die Materialtrends im Snowboardsport gibt es auf der ISPO MUNICH vom 5. – 8. Februar 2015 oder unter munich.ispo.com

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